Das wahre ich
Tief im Innern ruht es, um wachgeküßt zu werden,
zerschunden und eingezäunt in einer Mauer aus Kummer und Schmerz,
das Lachen gefangen, die Gefühle durch diese erdrückt,
mit Wollen allein kann man es jedoch nicht befreien.
Einen Menschen gesucht, der ein Schlupfloch findet,
der Licht ins Dunkel führt,
das Lachen aus dem Schlaf erweckt,
die Gefühle, die dort ruhen neu entdeckt.
Tagaus, tagein wartet man und was geschieht?
Nichts, denn jeder Mensch hat dieses Problem.
Zu blind, den anderen Menschen zu sehn,
zu beschäftigt, um wirklich in sich zu gehen.
So wächst die Mauer Stück um Stück,
bis wirklich nichts mehr übrig ist.
Der Mensch, der man mal war, wird ersetzt
durch eine Illusion, einen Schatten seiner selbst.
Nur eines hält es noch am Leben,
die Hoffnung, doch befreit zu werden,
und dem Menschen wird es einst gelingen,
der, wie man selbst, nach einem Loch in des anderen Mauer Ausschau hält!
© Thomas J. Erler
ich denke das triffts ganz gut.
zusätzlich zu den gleichnamigen titeln von rufus wainwright. |  |