[ Translate =>  ]
"
Verborgen, tief in den Wäldern weit ab von den Menschen, in den Lichtwelten, weit über den Meeren und Bergern, dort liegt der Feenwald, umgeben von Geheimnissen. Am See der Lichter gibt es einen Baum, der so viele Jahre zählt, wie es Sterne gibt. In seinen Ästen schlummert der Saft des Lebens, in seiner Krone liegt der Gesang der Geburt. Einst, in einer Vollmondnacht, schuf der Baum eine Feenkönigin, eine Göttin, die das Licht des Mondes in sich trägt, den Frieden dem Feenreich bringend. Auferstanden aus dem See, frisch wie der Morgentau, rein und unschuldig wie ein Schwan, wurde sie in die Welt gesetzt. Die Sterne, die Lichter,der Mond waren Zeugen dieses Festes. Über Jahre hinweg singt der Wind von diesem Tage, leuchten die Sterne dieses Leben,auf dass niemand es vergisst, unverständlich dem Sterblichen, eine Sprache, die wir nicht deuten können. Doch keiner hat je gewusst, dass ein menschliches Wesen dieses beobachtet hat. Ein sterbliches Auge war Zeuge dieser Geburt, hat die Schönheit dieser Welt gesehen, die es zum Weinen brachte. Von da an schwor sich dieses Menschenwesen, diese Schönheit und diesen Frieden in die Welt zu bringen. Von Generationen zu Generationen wandert nun die Geschichte von dem Volk der Elfen jenseits der Meere, weit über den Bergen. Doch mit dem Laufe der Zeit schwindet der Glauben der Menschen und Geschichte wurde Legende, Legende wurde Mythos. Und je mehr der Glaube an das Volk der Feen schwindet, umso ungläubiger werden die Menschen und sehen nur noch das, was sie sehen wollen. Sie werden habgierig und lernen nicht mehr, dass zu ehren, was sie besitzen, sondern wollen nur noch mehr haben und dieses Reich zerstören. Der Friede, den einst der Mond erlebte, von dem die Sterne erzählen und von dem der Wind singt, geht verloren und irgendwann, wenn auch der letzte Sterbliche sein Glauben an den Feenwald und das Volk der Elfen aufgegeben hat, dann wird die Welt, die einst von Lichtern erleuchtet war, eine Welt der Schatten sein..."
|
Topics:
Fantasy
Styles:
Oekaki
|