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Ausschreibung: Begegnungen hinter Stacheldraht


Hinweis: Diese Ausschreibungen gehen nicht direkt vom Animexx aus,
sondern von der Person, die den nachfolgenden Text verfasst hat.
Bei Rückfragen dazu also bitte die Kontaktperson fragen, nicht uns.


Ausschreibung: Begegnungen hinter Stacheldraht

Das Kriegsgefangenenlager Bandō Bekannt ist es für die Erstaufführung von Beethovens 9. Sinfonie in Japan: das Kriegsgefangenenlager Bandō, gelegen in Lüneburgs Partnerstadt Naruto.

Rund 1000 deutsche und österreichisch-ungarische Soldaten waren hier im Ersten Weltkrieg interniert. Unter der liberalen Lagerleitung von Oberst Matsue entwickelte sich ein beeindruckend vielfältiges kulturelles Leben.

 

Ein fast vergessenes Kapitel deutsch-japanischer Geschichte

Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Partnerschaft zwischen dem Land Niedersachsen und der Präfektur Tokushima sowie der über vierzigjährigen Städtepartnerschaft zwischen Lüneburg und Naruto widmet das Museum Lüneburg nun diesem fast vergessenen Kapitel deutsch-japanischer Geschichte eine Ausstellung.

 

Wie kamen deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg in japanische Kriegsgefangenschaft?

Wie sah der Alltag der Kriegsgefangenen im Lager Bandō aus?

Und wie kommt es, dass Bandō bis heute nicht in Vergessenheit geraten ist?

 

Viele internationale Leihgaben Rund 250 Exponate aus Japan, den Niederlanden, Österreich und Deutschland geben Antworten auf diese Fragen. Sie veranschaulichen, wie sich das Deutsche Reich im 19. Jahrhundert an dem Wettlauf der Industriestaaten um die Aufteilung der Erde beteiligte. Sie zeigen, wie deutsche Soldaten zu Beginn des Ersten Weltkrieges bei der Verteidigung der Kolonie Kiautschou in China in japanische Gefangenschaft kamen. Und sie geben einen Eindruck davon, wie die Kriegsgefangenen in Bandō mit vielfältigen kulturellen und sportlichen Aktivitäten versuchten, dem Lagerkoller zu trotzen. 

 

In Bandō hergestelltes Kunsthandwerk

Zahlreiche Fotografien aus dem Lagerleben, in Bandō hergestelltes Kunsthandwerk und Druckmedien zeugen von ganz unterschiedlichen „Begegnungen hinter Stacheldraht“. Persönliche Gegenstände und Biografien geben Einblicke in individuelle Lebenswege von Kriegsgefangenen, ihren Helfern und Bewachern.

 

BEGLEITPROGRAMM

Das interkulturelle Begleitprogramm zur Ausstellung bietet inhaltliche Vertiefungen und Einführungen in japanische Kulturtraditionen.

 

29. April 2017, 18:30 Uhr Der Geist des Tees – Einführung in die japanische Teezeremonie Teruko Matushima-Fritz, Karlsruhe Teilnahmegebühr: 7 EUR

20. Mai 2017, 14:30 Uhr und 16:00 Uhr Taiko – Japanisches Trommeln Workshop* mit Oliver Boldt und Katja Nill, Hamburg Teilnahmegebühr: 7 EUR

1. Juni 2017, 18:30 Uhr Feinde | Brüder – Deutsche Kriegsgefangene in Japan Filmvorführung und Gespräch mit Dokumentarfilmerin Brigitte Krause, Hamburg Eintritt: 4 EUR

2. Juni 2017, 14:00 Uhr bis 18:30 Uhr Das Lager Bandō und die deutsch-japanischen Beziehungen Symposium im Museum Lüneburg Eintritt frei

24. Juni 2017, 14:00 bis 17:00 Uhr Shogi – Das strategische Spiel der Samurai Einführung und Möglichkeit zum Ausprobieren Eintritt frei

16. Juli 2017, 15:00 Uhr Origami – Die japanische Kunst des Papierfaltens Workshop* mit Kazumi Ozaki, Hamburg Teilnahmegebühr: 7 EUR *)

 

Die Teilnehmerzahl bei den Workshops ist begrenzt. Um rechtzeitige Anmeldung wird gebeten unter: buchungen@museumlueneburg.de

 

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