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Animexx - The Anime/Manga-Community Chyox
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Chyox: And the saga continues...




Zwiegespräch (Denken, fühlen, Gedicht)
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Er sitzt versunken in der Nacht

starrt stumm ins Feuer einer Kerze

und fragt sich was sein Leben macht.

Es Sprechen, wie immer, Kopf und Herze:

 

Wie sieht wohl der Himmel aus?

Mein Blick ist auf den Boden gerichtet.

Erinner’ Dich! Lerntest Du nichts daraus?

Staub liegt da, wo sich nichts bewegt, geschichtet.

 

Was bringt sie Dir wohl, die Zukunft?

Ich lebe jetzt im Augenblick.

Höre doch mal auf Deine Vernunft!

Wichtig ist der Seele Glück!

 

Wie kannst Du so ohne Verstand

trotz allem Erinnerungsschmerz

Dich fallen lassen in eine Hand

und Dich ihr anvertrauen, Herz?

 

Ich bin und seine Hand ist frei,

ich genieße nur das jetzt und hier.

Es ist mir zwar nicht einerlei,

doch ist die Zukunft nicht bei mir.

 

So sitzt er im nachhaltigen Glanz,

versteht nicht, was sein Leben macht.

verstehen kann er doch nie ganz

und will es nicht, denn sein Herz lacht.

04-12-2008 22:10 [Link] [Comments (0)]
Wen immer es angeht (Denken, fühlen, schreiben)
[Translate German => English]



Wen immer es angeht,
ich war nie der Typ, der offen auf andere zugeht.
Ich weiß selbst nicht aus welchem Grund. Angst?
Ich versuche mich zu bessern,
habe in den letzten Jahren viele Fortschritte gemacht.
Wer mich kennt, weiß das.
Aber manchmal ist es wie früher
Und ich bin wie gelähmt. Machtlos.

Wen immer es angeht,
auf die Frage, wie es mir ginge,
ist meine Antwort meist gelogen.
Die Wahrheit zu sagen, wäre mir zu kompliziert,
es gäbe viel zu viel zu erzählen.
Das Chaos, welches oft in mir wütet,
kann ich gar nicht in Worte fesseln,
nicht einmal selbst begreifen.
Manchmal geht es mir auch „gar nicht“,
weil ich gar nichts fühle
und es mich für mich selbst gar nicht gibt.

Wen immer es angeht,
ich schleppe mich mühsam von Tag zu Tag
und frage mich, ob das nicht endlich ein Ende haben kann,
nur mit vagen Zielen und unrealistischen Vorstellungen bepackt
durch karge Landschaften zu wandern.
Das, was ich mir früher erträumt habe, liegt heute begraben
unter alltäglichen Gewohnheiten und schmerzenden Erinnerungen.
Diese Träume bäumen sich immer in Agonie auf,
wenn ich versuche sie auszugraben,
noch nicht bereit dazu sie ganz aufzugeben
oder die Hoffnung zu verlieren,
obwohl der Glaube schon lange davongeflogen ist.

Wen immer es angeht,
meine Persönlichkeit ist fragmentiert.
Es fällt mir schwer Ziele zu finden,
mich für eine Meinung oder einen Weg zu entscheiden.
Wenn ich mich festlege
rufen, schreien, weinen in mir andere Möglichkeiten,
andere Facetten meines Charakters,
aber ich lasse nur diejenigen an die Oberfläche,
die gerade am Lautesten sind.
Dann frage ich mich jedes Mal,
ob ich das Gesagte oder Getane morgen bereuen werde,
weil ich schon so oft bereut habe.
Die anderen sehen nur die Oberfläche,
halten mich für zielgerichtet und stark,
merken nichts davon, dass ich innerlich zerrissen bin.

Wen immer es angeht,
ich möchte kein Mitleid, auch keins von mir selbst.
Vielleicht geht es anderen genauso oder so ähnlich,
ich bin nichts Besonderes.
Ein paar Dinge beherrsche ich überdurchschnittlich,
aber in Vielem bin ich auch schlechter.
Diese Zeilen sind mir peinlich, aber…

…ich wollte denen, die es angeht,
mal sagen, wie es mir geht.


[In Anlehnung an ein Gedicht aus der Comedy-Serie "Roseanne", welches von Darlene vorgetragen wird.]
04-03-2008 21:02 [Link] [Comments (0)]
Perlentaucher (Denken, fühlen, Langeweile)
[Translate German => English]

Mir ist gerade etwas langweilig und deshalb vertiefe ich nun hier etwas, das ich letztens jemandem ins Gästebuch geschrieben habe:

Wenn man sich das Leben wie eine Perlenkette vorstellt, ist jede Perle ein Moment, eine Erinnerung, die man aus den chaotischen Wellen seines Lebens bergen konnte. Wenn man noch in den Wellen taucht, legt sich eine Art Dunkelheit um einen. Man sieht erst richtig welche Farbe die Perle hat, wenn man an die Oberfläche schwimmt und sie ins Sonnenlicht hält. Auf meiner Kette gibt es viele kleine Perlen des Glücks, aber auch viele schwarze Perlen und eine besonders schöne große Perle. Das besondere an dieser Kette ist, dass man sie nicht auftrennen kann, um unförmige oder schwarze Perlen auszusortieren.

Ich mag meine Kette, obwohl sie nicht aus perfekten Perlen besteht. Das macht sie zu einem Unikat. Aber sie sieht noch nicht vollendet aus, deshalb muss ich weitertauchen. Hoffen, dass ich die Perlen finde, die sich gut an meiner Kette machen.

Wer weiß, was auf dem Meeresboden noch so für Schätze verborgen liegen...

Beim Schreiben dieses Textes sind mir zwei Lieder eingefallen:
Rosenstolz - Perlentaucher
Die Ärzte - Himmelblau

03-31-2008 17:57 [Link] [Comments (0)]
Illusionen (Denken, fühlen)
[Translate German => English]

Vielleicht ist die Vorstellung schöner als die Realität.
Vielleicht ist die Realität schöner als die Vorstellung.
Das weiß man erst, wenn man es miteinander vergleichen kann,
wenn aus Gewünschtem Gewesenes geworden ist...
03-27-2008 00:54 [Link] [Comments (2)]
Eindrücke eines Nachtspaziergangs (fühlen)
[Translate German => English]

Ich stehe auf dem höchsten Punkt
und sehe mir den Monduntergang an
Es wirkt wie geraffte Zeit:
Die gelbliche Sichel sinkt langsam aber stetig
hinter den schwarzen Umriss eines Waldes.

Die Luft ist kalt
und ich trage nur einen grobmaschigen alten Wollpulli, keine Jacke.
Sterne starren mich aus klarem Himmel an
und als der letze Fitzel Mond untergegangen ist,
starre ich einsam zurück.

Ich würde den Wind durch die Blätter der Bäume rauschen
oder über die leeren Täler rings umher pfeifen hören können,
hätte ich keinen MP3-Player mit, der mir laut
melancholisch-wütende, gesellschaftskritische Lieder
ins Ohr jagt - denen ich aber auch nicht lausche.

Ich lege die Arme um mich selbst; sonst macht das niemand
und drehe mich im Kreis:
Aus allen Richtungen weht mir die selbe Trostlosigkeit entgegen.
Und schließlich trete ich den Rückweg an in mein warmes Bett
und versuche meine Gedanken mit den Kissen zu ersticken.
03-15-2008 04:31 [Link] [Comments (0)]
Träume (Denken, fühlen, Gedicht, Zitat)
[Translate German => English]

  "Trenne Dich nie
von Deinen Illusionen und Träumen.
Wenn sie verschwunden sind,
wirst Du zwar weiter existieren,
aber aufgehört haben, zu leben."
Ein Zitat von Mark Twain.

 
Komisch, dass ich dieses Zitat
einen Tag nachdem ich folgendes
Gedicht geschrieben habe, fand:

  Der Ort, an dem die Träume sterben,
ist ein bitterkaltes Feld.
Wenn sie fallen, schlagen sie Kerben
in diese eisbedeckte Welt.

Wo Träume ihr Leben aushauchen,
verbreitet der Tod den Schnee.
Auf dass die Schmerzen sich verbrauchen,
gefriert aufgewühlte See.

Im Dunkeln hört man sie aufschlagen:
"flapp, flapp - kabumm!" aufs Land.
Die Hoffnung versucht sie auszugraben,
mit blutverschmierter Hand...

Doch tot ist tot und bleibt ewig tot,
bis dass der letzte Traum fällt.
Dann stirbt selbst die Hoffnung in der Not
und es gibt nichts mehr, was Dich hält.

Erst dann bist Du wirklich endlich frei:
Töte all' Deine Träume!
Bis selbst die Hoffnung geht vorbei
und schließt Dir alle Räume...
 
03-08-2008 17:16 [Link] [Comments (0)]
Tränen (fühlen, tränen, Trauer, Weinen)
[Translate German => English]

Tränen sind keine Lösungen und zeigen einem keinen Weg...
aber sie zeigen, dass man Probleme hat und lässt sie einen als solche erkennen.

(Ich weiß nicht, ob das so schon ein Mal jemand formuliert hat, das kommt aus mir selbst... und ich bin stolz darauf, heute Nacht seit langem mal wieder weinen zu können - ohne vorher verprügelt worden zu sein)
03-08-2008 05:14 [Link] [Comments (0)]
23.30 Uhr - Dezember 2005 (Denken, fühlen)
[Translate German => English]

Diesen Text schrieb ich auf der Rückfahrt aus Stuttgart (in Bezug auf meinen letzten Weblogeintrag),
ist also schon über 2 Jahre alt und entspricht nicht mehr wirklich dem,
was ich denke/fühle.

23.30 Uhr.

Wie ich heiße ist unwichtig.

Ich sitze im Zug. Allein. Meine Fahrt geht schon 3 Stunden und erst in 2 ½ Stunden werde ich zu Hause sein. Aber eigentlich habe ich kein wirkliches zu Hause, wenn man darunter einen Ort, etwas oder jemanden versteht, der einem das Gefühl von Geborgenheit gibt. Etwas im Zug verursacht Geräusche, als wenn ich Tinitus hätte und erzeugt Druck auf meinen Ohren. Ich habe Kopfschmerzen und kein Ziel im Leben. Ich weiß nicht was ich werden will, noch weniger weiß ich, was dann tatsächlich einmal aus mir wird. Das Einzige was ich wirklich weiß ist, dass die Art, auf die ich momentan lebe, mir Schmerzen bereitet. Schmerzen von denen ich nicht weiß, wie ich auf sie reagieren soll: Schreien, ignorieren, unter ihnen zerbrechen?

Es sind seelische Schmerzen: Einsamkeit, Unverständnis, Kälte, Unzufriedenheit mit mir und der Welt in deren Zwängen ich leben muss. Muss ich Leben?

Manchmal hoffe ich, dass jemand kommt. Jemand starkes, edles, hilfsbereites. Jemand der mir das geben kann was mir fehlt, mich von meinen Schmerzen befreien kann. Der bei mir bleibt, mich versteht und mir zeigen kann, dass es keinen Grund gibt unzufrieden mit mir zu sein und wie schön die Welt außerhalb meiner Wahrnehmung ist. Aber dies bleibt eine Hoffnung. Ein Wunsch der dazu verdammt ist, auf ewig unerfüllt zu bleiben. Und wieder frage ich mich, ob ich leben muss.

Muss ich in einer Welt leben, die meine Seele auffrisst, in der ich mich aus tiefsten Herzen einsam und verloren fühle und es auch bin?

Wenn ich es nicht muss... wieso tue ich es dann?

02-25-2008 12:53 [Link] [Comments (0)]
Die glücklichste Zeit meines Lebens (erleben, fühlen, Liebe, Persönliches)
[Translate German => English]

[Wird noch bearbeitet]

Irgendwann um Ostern 2005 meldete ich mich bei einer Internetcommunity für homosexuelle Männer an. Ich hatte zuvor schon etwas mit Frauen und einem Mann. Aus den Frauen wurde nicht mehr, weil ich mir selbst nicht eingestehen konnte, schwul zu sein. Der Mann wollte nur eine Sexfreundschaft, was mich sehr verletzte. Auf dieser Internetseite war einer der ersten, die mich angeschrieben haben ein Hobbyfotograf. Er schien sehr sympathisch, wir schrieben immer öfter, irgendwann fing ich an, mich über seine Nachrichten zu freuen. Ich begann mit ihm zu flirten und hatte das Gefühl einer positiven Resonanz. Ein Gesprächsthema, welches dann immer häufiger auftauchte, waren meine Haare. Sie waren lang und er hatte ein Projekt im Kopf eine Fotosession eines Haircuts zu machen oder mich dabei zu filmen, wie mir die Haare abgeschnitten würden. Damals wollte ich das nicht. Ich bekam immer mehr und mehr das Gefühl, dass er unseren Kontakt auf dieses Thema reduzieren wollte und ich versuchte dagegen anzukämpfen.
Schließlich gelang es mir, ihn von seinen zahlreichen wagen Versprechungen, dass er mich irgendwann auch gern mal sehen würde, auf ein konkretes reales Treffen festzunageln. Das war nicht ganz einfach, da ich bei Köln und er in Stuttgart wohnte. Aber durch seinen Job als Eventmanager kam er viel rum und irgendwann auch mal nach Köln. Dann hätte er einen Tag länger im Hotel bleiben können und ich hätte zu ihm fahren können. Am 25.06.2005 habe ich auf dem Abiball des Jahrgangs über mir gekellnert und bekam von ihm die SMS, dass aus unserem geplanten Treffen am nächsten Tag nichts würde, weil er wegen irgendwelchen Fehleinschätzungen des Zeitmanagements, doch nicht konnte. In meinen 2 Stunden Pause vom Kellnern bin ich zum Kurpark Nümbrecht gefahren und habe mich auf die Korbschaukel gelegt. Ich erinnere mich noch genau, dass es kalt war, wie der Wind durch die umliegenden Bäume raschelte und dass der Nachthimmel von hellen Sternen übersäht war. Ich habe selten einen so klaren Sternenhimmel bewusst erlebt. Ich lag da und weinte. Weinte bis ich glaubte der Wind würde mir etwas zuflüstern und die verschwommenen Sterne mir ein Bild zeichnen. Ich war verletzt, meine Hoffnungen waren wieder mal zerstört, aber ich wusste, dass ich ihn immer noch sehen wollte.

Aus der Enttäuschung heraus, dass aus diesem von mir herbeigesehnten Treffen nichts geworden ist, verhielt ich mich ihm gegenüber kühler, berechnender. Ich reizte ihn -vielleicht absichtlich- mit der Idee des Haircuts. Er bot mir dafür sogar Geld an. Über die Summe haben wir auch länger geredet. Nach einiger Zeit schrieben wir wieder mehr und regelmäßiger und mein Herz wurde für ihn wieder warm. Irgendwann im Oktober kam er dann wieder nach Köln. Dieses Mal klappte es und wir trafen uns in einem Hotel. Ich war für meine 19 Jahre noch relativ weltfremd, unerfahren, kindisch, orientierungslos. Ich habe mich auf dem Weg mehrmals verfranst und hätte mich nie getraut Fremde nach dem Weg zu fragen. Schließlich fand ich es aber doch und ich setzte mich in die Filiale einer Fastfoodkette, in der ich wartete, bis er mir die SMS schrieb, dass er mit dem Job fertig war und nun zum Hotel käme. Ich ging raus, wartete wieder in der Kälte, in der ich mich zuvor verlaufen hatte und er kam. Nahm mich mit in das Hotel. Irgendwie kam ich mir verloren vor, war unsicher was passierte. Aber er strahlte irgendetwas aus, dass mich sicher fühlen ließ. Ich weiß nicht mehr worüber wir geredet haben, wir hatten aber auch nicht viel Zeit, da unser Treffen zwischen 2 Eventtagen lag und er zwischen der Arbeit auch etwas Schlaf brauchte. Außerdem war ich zu der Zeit noch extrem introvertiert, verschlossen, schweigsam. Am Ende teilte ich ihm jedenfalls mit, dass ich das Haircut nun doch nicht möchte. Ich fühlte mich sehr zu ihm hingezogen und war traurig als ich am nächsten Morgen wieder fahren musste.


Soll ich?
Oder soll ich nicht?

Ungefähr um die Nikolaus-Zeit, im ersten Drittel des Dezembers, sahen wir uns nach vielen weiteren Chats und einigen Telefonaten wieder. Dieses mal konnte ich ein Wochenende bei ihm in Stuttgart verbringen. Er zahlte das Ticket, dass ich nur an einem Automaten mittels Code-eingabe abholen musste. Ich war noch ungeoutet und nicht sehr von meinen Eltern gelöst und selbstständig, deshalb war es schwer zu erklären, wieso ich für ein Wochenende nach Stuttgart wollte. Ich wollte nicht allzu viel lügen, weil ich generell vermeide zu lügen und bisher bin ich dann irgendwann doch immer mit der Wahrheit rausgerückt, auch wenn es dann etwas später war. In den Wochen vor diesem Treffen, war ich mir meiner Gefühle ihm gegenüber sehr sicher. Ich wusste, dass ich mehr wollte. Und war dazu entschlossen es ihm bei diesem Treffen zu sagen. Die Hinfahrt dauerte lange, aber ich war in Gedanken an ihn und deshalb abgelenkt. Kann mich kaum an etwas von der Fahrt erinnern. In Stuttgart am Bahnhof musste ich dann warten, wusste nicht, wieso er nicht am Gleis stand, wurde nervös. Vielleicht war ihm spontan wieder was dazwischen gekommen? Ans Handy ging er nicht. Aber nach 20 Minuten rief er an und sagte, dass er jetzt fast da sei. Ich weiß noch, wie ich aus dem Bahnhofsgebäude ging und er mir auf den Treppen eines ziemlich schmalen Durchgangs entgegenkam. Sein Anblick hat mich irgendwie umgehauen. Nach einer kurzen Begrüßungsumarmung bekam ich sein Auto zu sehen. Nummernschild S EX, die Zahl weiß ich nicht mehr. Ich war skeptisch, aber er beteuerte es sei nur Zufall, dass er dieses Nummernschild habe. Er wohnte etwas abseits, die fahrt kam mir lang vor. Vielleicht war es aber auch nur, weil er neben mir saß. Kaum war ich bei ihm, wurde er auch schon wieder von der Arbeit angerufen und musste was erledigen. Da er mich nicht alleine in seiner Wohnung lassen wollte, steckte er mich in ein Café. Das „Grand Café Planie“. Ich weiß nicht mehr wie lange ich darin wortwörtlich abgewartet und Tee getrunken habe. Nach einiger Zeit wurde es mir zu langweilig und ich bin rausgegangen, um die Stuttgarter Innenstadt zu erforschen. Es war schon später Abend, dunkel, kalt, der Himmel wolkenverhangen. Die Buden des Weihnachtsmarktes standen geschlossen in der Finsternis. Mir schien, dass Stuttgart sowieso eine sehr dunkle statt war. So geisterte ich umher, Menschen waren außer mir, auch kaum auf der Straße. Dann fing es an zu schneien und nach einer gefühlten Ewigkeit, bekam ich endlich eine SMS, dass er nun fertig sei und wiederkäme. Mittlerweile war ich in einer U-Bahnstation, in der Nähe des Cafés angekommen, ging heraus und wartete noch 10 Minuten auf ihn. Die ganze Zeit über fragte ich mich, wieso ich das mit mir machen ließ, aber eigentlich wusste ich warum.

Er hielt am Straßenrand an und ich stieg in das Auto, mit dem Wort SEX auf dem Nummernschild, ein. Wir fuhren wieder zu ihm, redeten. Ich fühlte mich wieder wohl. Obwohl der Abend bis dahin eigentlich nicht so toll war, aber das hatte ich fast sofort wieder vergessen. Leider kann ich mich auch nicht mehr an unseren ersten Kuss erinnern, nur dass wir irgendwann nackt waren, gekuschelt haben. So hatte ich mich nie zuvor gefühlt, ich sog seine Wärme in mich auf, wie ein Süchtiger seinen Stoff. Wir hatten keinen Sex. Ich glaube, es wollte auch keiner von uns Sex haben. Wir lagen nur beieinander. Ich war müde von der langen Fahrt, dem langweiligen Abend, dem was ich empfand. Meine Empfindungen erschienen mir nicht anstrengend, doch erschöpften sie mich irgendwie. Ich fiel in einen Schlaf. Am nächsten Morgen – es war wohl eher Mittag – wachten wir auf. Er machte per Selbstauslöser Fotos von uns. Dann zogen wir uns an, wieder musste er irgendwas erledigen, wahrscheinlich ging es wieder um seine Arbeit. Er setzte mich in ein Kino. Ich erinnere mich nur bruchstückhaft an den Film, weil ich mich die meiste Zeit geärgert habe, dass wir so wenig Zeit füreinander hatten. Der Film hieß „Der Exorzismus der Emily Rose“. Ich weiß noch, dass es eine Szene gab, in der ich echt zusammengezuckt bin, das passiert mir bei Filmen selten, wo ich doch schon von meinem liebreizenden Onkel mit 4 Jahren abgehärtet wurde, was Horrorfilme betrifft. Ich hab mir vorgestellt, wie es gewesen wäre, diesen Film gemeinsam mit ihm zu schauen. Als der Film vorbei war, trafen wir uns wieder in der Innenstadt. Er führte mich etwas rum, wir gingen Essen – asiatisches Buffet. Meistens erzählte er und ich hörte zu. Hörte mir die Probleme an, die er mit seiner Arbeit hätte, wie sehr ihn sein Chef psychisch belasten würde. Viele kleine Geschichten über seinen Alltag. In die meisten davon verliebte ich mich, so wie in ihn. Er fragte ab und zu etwas, aber ich hatte nicht wirklich viel zu erzählen. Ich dachte alles was mich beschäftigt, ist sowieso nicht interessant für ihn, da er schon 7 Jahre älter war und so viel weiter im Leben stand als ich. Abends gingen wir in das Café, in dem er mich am Vortag alleine hat sitzen lassen. Ich war nervös und wollte wissen, ob er sich mehr mit mir vorstellen könne. Ich stellte mich ziemlich blöd und plumb an. Seine Antwort war nein und in mir zerbrach irgendetwas. Ich sprach kaum mehr ein Wort mit ihm und man konnte mir meine Laune wohl ansehen, denn er war etwas besorgt. Wir fuhren zu ihm, gingen schlafen, am nächsten Morgen musste ich wieder wegfahren. Ich kann mich an keine Zärtlichkeiten in dieser Nacht erinnern. Nur an Trauer. Am nächsten Tag brachte er mich dann zum Bahnhof und wir verabschiedeten uns. Damals dachte ich, für immer.
Von mir an ihn

Ein Prinz gefangen im Eisturm,
welchen er einst selbst erbaute,
sich zu schützen vor dem Sturm,
der losbrach als er wem vertraute.

Der Sturm schlug tiefe Wunden
in das Meer und in die Erde.
Im kalten Turm davon entbunden,
heilte seine Königswürde...

Doch die Kälte, mit der er sich rüstete,
schleicht auch in das was ihn gelüstete.
Sein Verlangen stirbt den Kältetod.

Noch liegt es da, langsam entschlafend,
geheim einen warmen Körper erhoffend,
im kalten Körper, im Eisturm, im Abendrot.

Eine Zeit lang schrieben wir uns nicht mehr so viel. Ich ließ vieles schleifen, war fertig und ich hatte kaum jemanden zum reden, weil ich ja ungeoutet war. Nach einiger Zeit outete ich mich bei Freunden und meinem Bruder, den ich zu der Zeit auch schon mehr als Freund anstatt als Verwandtschaft empfunden habe. Aber Rat geben konnte mir keiner. Sie konnten nur für mich da sein und das taten sie auch. Es begann mir besser zu gehen. Ich fing etwas mit einem Anderen an. Aber irgendwie musste ich immer wieder an ihn denken und letztendlich, suchte ich auch immer wieder Kontakt zu ihm. Wir schrieben wieder mehr, meine Gefühle für ihn waren zwar nie weg gewesen, aber geschwächt – nun begannen sie wieder zu blühen. Ich machte mit dem Anderen Schluss und versuchte zu ergründen, wieso mein Schwarm mich nicht wollte, bekam zwar keine expliziten Erklärungen, fand aber heraus, dass es ihm unmöglich schien, sich zu öffnen, dass er wohl zuvor sehr verletzt wurde und dass seine damalige Arbeit ihm stark zusetzte. Ihm imponierte irgendwie, dass ich so lange Gefühle für ihn aufrechterhalten konnte, ohne dass er dasselbe für mich empfand. Er hielt das wohl nicht für möglich. Wahrscheinlich hatte er so eine Erfahrung noch nicht gemacht. Aber so war es nun mal. Es kam die Zeit irgendwann im Februar 2006, dass er wieder in Köln arbeiten musste und wir uns sehen konnten. Es war das selbe Hotel, wie bei unserem ersten Treffen und ich fand es viel leichter. Wieder wartete ich im McDonalds auf eine SMS von ihm, die auch bald kam. Er war auf dem Parkplatz und lud mit zwei Arbeitskollegen einen Kleintransporter aus. Wie sich herausstellte, wollten sie noch bei ihm im Zimmer ein, zwei Bier trinken und ich konnte erst danach mit ihm allein sein. Ich war etwas wütend, aber auch eingeschüchtert. Ich war sehr leicht aus dem Konzept zu bringen. Auf Arbeit war er auch ungeoutet und deshalb konnte ich auch nichts weiter sagen, ohne ihn in eine unangenehme Situation zu bringen, war ohnehin schon schwer genug für ihn, eine Erklärung für mein Auftauchen zu erfinden. Also ließ ich das über mich ergehen, wohl wissend, dass ich wieder nur diese eine Nacht mit ihm hätte, in der er auch schon wieder für den nächsten Tag fit werden musste und deshalb auch Schlaf brauchte. Ich musste mir irgendwelches Gelaber anhören, das mich kaum interessierte, es sei denn es ging um ihn. Habe gelächelt, um keinen allzu unfreundlichen Eindruck zu machen und dumm angemacht, weil ich nichts zu den Gesprächsthemen zu sagen hatte – es ging ohnehin fast nur um deren Arbeit. Nachdem sie endlich weg waren, tranken wir etwas Wein, redeten, machten uns Bettfertig, kuschelten. Diesmal etwas intensiver und wir wollten Sex haben. Er bekam aber keinen hoch, er meinte das läge am Stress, den er zur Zeit hätte. Wir kuschelten weiter und er fragte mich, ob ich kommen möchte. Ich nickte und er holte mir einen runter – unter der Dusche. Nach der Dusche schmiegten wir uns wieder im Bett aneinander. Ich fragte ihn irgendwann, wie es nun zwischen uns aussehen würde und er antwortete, ich könne davon sprechen, dass wir nun zusammen wären. Was genau diese merkwürdige Formulierung sollte, habe ich nie ganz herausgefunden, wahrscheinlich sollte sie immer noch etwas Distanz anzeigen, aber ich war sehr glücklich.

Unser nächstes Treffen fand zwei Monate später in meinen wegen den Abiturklausurenvorbereitungen verlängerten Osterferien statt. Inzwischen war er aus dem Süden Deutschlands, an den Norden gezogen. Nun wohnte er an der Ostsee in Greifswald. Seinen Chef hatte er hinter sich gelassen und arbeitete nun als freier Reporter im Regionalteil eines Fernsehsenders. Ich war sehr stolz auf ihn, glücklich ihn zu haben und ich hoffte, dass ich ihm bei diesen für ihn wichtigen Schritten in seinem Leben psychisch helfen konnte. Das alles hat ihn viel Zeit und Mühe gekostet, so dass unser Kontakt sehr rar wurde. Für mich war jedes Wort, das er mir schrieb, und jede Sekunde am Telefon kostbarer als alles andere. Die Zugfahrt nach Greifswald, musste ich selbst bezahlen. Eigentlich wollte er as wieder, aber er hatte durch den Umzug und irgendwelche Probleme mit seinem alten Chef, nicht genug Geld. Verliebt, wie ich war, tat es mir aber nicht weh so viel Geld auszugeben. Ich bezahlte es von dem Sparbuch, welches meine Oma mir zum 18. Geburtstag geschenkt hatte. Um diese Fahrt zu erklären, habe ich mich in einer Diskussion mit meinen Eltern geoutet und somit lange gehegte Befürchtungen bewahrheitet. Die Fahrt war lang, aber das Ziel lohnte sich in meinen Augen. Für dieses Ziel hätte ich sonst was gegeben. In unseren Gesprächen zuvor tauchte abermals das Thema Haircut auf. Aber auch das war ich nun bereit zu geben. Ich war in einem Zustand, in dem ich wahrscheinlich alles Mögliche getan hätte, was er von mir verlangte. Und so fuhr ich gen Norden, ihn aufzusuchen. Ein paar Tage am Stück konnte ich ihn dieses Mal sehen. Ich glaube es waren fünf. Ich war glücklicher als je zuvor und voller Vorfreude. Als ich endlich am Greifswalder Bahnhof ankam, musste ich mal wieder auf ihn warten, aber das war ich mittlerweile ja gewohnt, stellte es auch gar nicht mehr in Frage. Als er endlich kam – er fuhr immer noch das Auto mit dem Stuttgarter Kennzeichen und dem EX dahinter – wollte ich ihn umarmen und nicht mehr loslassen, wusste aber, dass ihm so etwas unangenehm ist, dass er immer noch viel Distanz brauchte, um sich wohl zu fühlen. Wir fuhren dann zu ihm. Und redeten. Immer redeten wir, meistens über recht alltägliche Dinge. Smalltalk. Das konnte er gut. Und ich hörte gerne zu. Wahrscheinlich hätte er auch den größten Mist erzählen können und ich hätte es toll gefunden, aber ich glaube immer noch, dass alles, was er sagte Hand und Fuß hatte. Auch in seiner Wohnung vertrieben wir uns die Zeit mit ganz alltäglichen Sachen, nur dass sie für mich nicht alltäglich waren, weil ich sie mit ihm machen konnte. Wir kochten, redeten, spielten Karten. Es gab zwar nicht viele Berührungen, aber die, die es gab waren sehr schön. Wir versuchten auch wieder miteinander zu schlafen, aber das Problem blieb. Er sagte, er bräuchte Zeit, um sich an die Situation zu gewöhnen. Es war mir egal, denn alles was ich wollte, war bei ihm sein. Auf gewisse Art, war ich ansonsten anspruchslos.

An einem Tag fuhren wir an einen Strand bei Lubmin. Von dort konnte man schemenhaft die Insel Rügen ausmachen. Er wollte ein Fotoshooting mit mir machen, bevor ich mir die Haare schneiden lassen würde. Es war irgendwie merkwürdig von ihm Fotografiert zu werden, aber auch sehr schön. Klar war es für ihn etwas, dass er öfter machte als Hobbyfotograf, aber für mich war es etwas Besonderes.






Übermütig bejubelten wir das Jahr 2006
als das Jahr der Veränderungen;
Glaubten an die Lügen in uns
und belogen einander!
Am Abend besprachen wir dann, wie wir das Haircut machen sollten und entschlossen uns für eine Videoaufnahme. Ich wollte es zwar hauptsächlich für ihn machen, dachte aber auch etwas an mich. Dies sollte ein Schritt in Richtung Erwachsenwerden sein. Für meine 20 Jahre, war ich noch ziemlich unreif, auf zu vielen Ebenen. Am nächsten Tag, war mir zwar etwas mulmig, aber ich zog es durch. Die Haare blieben bei ihm, sie sollten ihn an mich erinnern, solange ich nicht bei ihm sein konnte. Danach gingen wir noch zum Friseur und mussten das Chaos, welches auf meinem Kopf angerichtet wurde begradigen lassen, dann noch ein paar blonde Strähnen – ich hatte mir nie zuvor die Haare färben lassen, aber ich wollte das nun irgendwie. Dies war gleichzeitig auch mein letzter Tag mit ihm, am frühen Nachmittag musste ich auch schon den Zug zurück nehmen. Sein Urlaub war vorbei und ich musste schauen, ob meine psychisch erkrankte Oma und mein kleiner Bruder das Haus noch haben stehen lassen, da meine Eltern zu der Zeit in einen Spanienurlaub geflogen waren. Außerdem musste ich mich auf meine bald stattfindenden Abiturprüfungen vorbereiten. Auf der Rückfahrt gab es noch einige Komplikationen, da irgendetwas mit meinem Ticket nicht stimmte, aber es war mir egal, da ich glücklich war und gleichzeitig traurig, weil ich ihn auf unbestimmte Zeit nicht wieder sehen konnte.
Am Ende waren es dann nur ein paar Tage der Erinnerung,
im Jahre 2006.

Und ich wünschte, ich könnte noch immer
alle Lügen glauben.

Ich war also mit jemanden an der Ostsee zusammen. Ein Hobbyfotograf, Ex-Eventmanager und nun Reporter. Ich war gerade fertig mit den Abiturprüfungen und wartete auf die Noten. Ich wollte meinen Zivildienst bei ihm machen. Darüber hatten wir geredet. Es war eine Perspektive, bei der er mir Unterstützung zugesagt hatte. Aber mit der Zeit wurde mir mehr und mehr klar, dass es alles zu unsicher war, so weit wegzuziehen wegen ihm. Er wollte mich ja auch nicht bei sich in der Wohnung wohnen lassen und er wusste nicht, ob er seinen Wohnsitz da überhaupt selber halten kann oder ob er doch noch mal weg ziehen müsste und das wichtigste: Er wusste nicht ob er mich je wirklich lieben könnte. Die Gefahr wäre zu groß, dass ich plötzlich ganz allein am letzten Ende Deutschlands gesessen hätte. Auf die Entfernung wollte ich aber auch keine Beziehung mehr. Ich war lange innerlich Zerrissen, von der Sehnsucht nach ihm und der Gewissheit, dass sich an dieser Situation für lange, lange Zeit nichts ändern würde. Schließlich entschloss ich mich, es zu beenden. Ich dachte das sei besser. Für mich. Für ihn. Für meine Eltern und Freunde. Einfach für alle. Einfacher. Ich hatte den Kampf gegen meine inneren Ängste verloren. Die Sehnsucht blieb, aber ich hoffte darauf, dass sie vergehen würde.

Teilweise war es auch so, aber zwischendurch kamen immer wieder Gedanken an ihn auf. Ich konnte seine Stimme als Sprecher im Fernsehen hören, einmal sah ich ihn sogar. Nicht oft, aber hin und wieder schrieben wir. Es tat mir weh, mich mit ihm zu unterhalten. Aber ganz loslassen konnte und wollte ich auch nicht. Ich fand wieder einen neuen Freund. Ich dachte, ich käme vielleicht mit ihm, darüber hinweg. Ich glaube, ich liebte ihn auch wirklich.

Circa ein halbes Jahr später habe ich ihn an einem Freitag in Bonn getroffen. Er war in einem Urlaub auf der Reise durch ganz Deutschland und das war der naheste Punkt an meinem damaligen Wohnort. Er sagte mir so etwas Ähnliches wie: Ich hätte einen starken Charakter und er wäre erst fähig geworden wieder zu lieben, als er von mir gehört hatte, dass ich einen neuen Freund hätte. Erst da sei ihm bewusst geworden, wie sehr er eine Beziehung vermisse. Nun habe er einen neuen Freund. Einen mit langen Haaren. Er würde irgendwie darauf stehen – jetzt. Ich hatte ihm so vieles sagen wollen, doch war ich erst zu froh, ihn überhaupt noch mal zu sehen und dann etwas davon gelähmt, was er mir da offenbarte. Ich sagte ihm zwar, dass es alles okay sei, aber nach diesem Treffen weinte ich. Eine Woche später machte auch mein damaliger Freund mit mir Schluss.

Danach war ich sehr einsam. Ich ließ mich auf die unterschiedlichsten Männer ein. Alles Idioten, Langweiler oder sonstige Nieten. Ich verglich sie nie mit dem, was ich vorher hatte, aber meinen Ansprüchen wurde irgendwie keiner mehr gerecht. Bis ich mich wieder verliebte. In einen von diesen Idioten. Ich weiß nicht einmal warum. Er war Jünger als ich, brach sein Abitur ab, kriegte in seinem Leben gar nichts gebacken, aber ich liebte ihn. Zog bei ihm ein, weil er es wollte. Nach Iserlohn. Wir stritten uns oft. Sieben Monate lang. Wir hatten viele Probleme miteinander, aber ich fand das okay. Was ich nicht mehr okay fand war sein teilweise aggressives Verhalten bis er mich verprügelte. Danach beendete ich auch diese Beziehung.

Nach ein paar Monaten der Einsamkeit lernte ich wieder jemanden kennen, nett, intelligent, süß. Aber ich konnte mich nicht mehr so wirklich verlieben und beendete auch dies.

Da stehe ich nun.

Ich schreibe immer noch ab und zu mit meiner vergangenen Liebe. Und immer noch fühle ich mich zu ihm hingezogen. Und das Wissen, dass ich ihm nie wieder so nah sein werde, wie damals, schmerzt. Nicht mehr so sehr wie am Anfang, aber das ist mittlerweile auch schon 1 ½ Jahre her… vor 3 Jahren hat er mir das erste Mal geschrieben. Wir haben uns vier mal gesehen, hatten keinen Sex, außer das eine mal als er mir einen runterholte. Seitdem habe ich viel schönes und trauriges erlebt. Und trotzdem, erzähle ich jedesmal, wenn ich gefragt werde, was der glücklichste Moment meines Lebens war, von ihm.

02-18-2008 06:45 [Link] [Comments (5)]
Der Schlaf (fühlen, Gedicht, schöpfen)
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Der Schlaf

Mein Herz liegt in Morpheus Armen,
ich bat ihn darauf Acht zu geben.
Er hälts geborgen an seiner warmen
Brust und hälts für mich am Leben.

Vielleicht gibt er es weiter,
wenn jemand kommt, der es verdient.
Ein Freund, Held und Geleiter,
der mit mir meine Wege schient.

So träum ich von des Prinzen Kuss
und lass mein Herz in Ruh.
Ich schwimme in des Lebens Fluss
bis er treibt auf mich zu.

Im Blau treib ich, ich wirke tot
Mein Herz schläft nur, doch wirkt es tot
Ich frage mich: Bin ich schon tot?
02-14-2008 23:58 [Link] [Comments (0)]
Alltag Traumwelt (fühlen, Spiegel, Traum, Zweifel)
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Heute stehe ich auf und sehe im Spiegel, wie mir ein dummes Gesicht einen finsteren Blick zuwirft. Ratlos, verträumt, voller Zweifel gegen sich selbst und die Welt, in der es lebt.
Ich weiß noch Details aus meinem Traum. Ein Traum in dem eine alte, flüchtige Bekannte vorkommt, die ich nun nicht mehr leiden kann und ein guter Freund ist in meinem Traum, der allerdings kein guter Freund mehr ist, sondern mein fester Freund. Ich erinnere mich, dass wir in einem Discountmarkt einkaufen gegangen sind und ich der Bekannten danach beim Autoeinräumen eine Delle in den Kofferraum schlage, weil ich unachtsam war, aber ich bereue es auch nicht, weil ich wütend auf sie bin. Ich erinnere mich daran, wie mein Freund mich beleidigt: "Kannst Du nicht so hübsch sein, wie im Dunkeln?" und "Kannst Du nicht mal so gute Laune haben, wie mit Alkohol?"
Ich bin verletzt und laufe weg, zurück in das Kaufhaus, gehe darin durch eine Türe, und bin in einem Turm, der von innen wie eine groteske Mischung aus Mittelalter und Postindustrie aussah - uralt, aber metallisch, verrostet. Ich gehe eine unsicher wirkende Treppe hoch, es ist mir egal, hauptsache ich gehe weiter, weg von dem Schmerz, der mir zugefügt wurde.
Oben auf dem Dach des riesigen Discounters steht ein weiteres Kaufhaus, der selben Ladenkette, kleiner und leerstehend. Die Scheiben fehlen, alles ist staubig und voller Spinnweben. Einige vergessene Artikel lagern dort schon weit über ihr Verfallsdatum hinaus. Ich gehe hinein und fühle mich plötzlich einsam, verlassen.
Ich entschließe mich wieder zurückzugehen. Ich fühle weder Schmerz noch Zorn. In dem Turm bleibe ich mit der Jacke an irgendetwas hängen und irgendetwas heißes erwischt mich am Arm. Ich rieche geschmolzenes Polyester und sehe wie das Innenfutter aus der Jacke quillt. Ich vermute, dass ich mich dabei auch verletzt habe, aber ich interessiere mich nicht dafür, gehe wieder zurück.
Unten angekommen, kommen mir die Bekannte und mein Freund entgegen. Ich beachte die verachtete Bekannte nicht, sie hat es in meinen Augen nicht verdient, vonmir beachtet zu werden. Meinem Freund sage ich, dass er gehen soll. Nichtmal im Traum kann ich weinen, obwohl es sich unendlich traurig angefühlt hat, ihm das zu sagen.
Irgendwie stehe ich vor meinem Elternhaus und die Bekannte kommt vorgefahren, um das mit dem Blechschaden an ihrem Auto klarzumachen. Ich muss bezahlen. Habe keine Lust, meine Eltern darum zu bitten, woran aber kein Weg vorbeiführt. Sie zeigen aber überraschender Weise verständnis und ich sage von mir aus, dass ich es zurückzahle, sobald ich einen Job neben der Uni habe.
Dann kommt mein Freund und nimmt mich in den Arm. Es tut ihm leid, was er gesagt hat, sagt aber kein Wort. Ich verstehe ihn auch so und bin sehr glücklich, dass er zu mir zurückgekommen ist.
Nun schaue ich nicht mehr in den Spiegel, sondern auf den Laptop, auf dem ich diesen Traum in Worte gefesselt habe und ihn der Öffentlichkeit bloßstelle. Als gehöre er an den Pranger gestellt. Aber immer noch bin ich ratlos, verträumt und voller Zweifel...
02-13-2008 13:36 [Link] [Comments (1)]
Weatherman (fühlen, Hören, Liedtext)
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I'm just the weatherman
I make the sun and rain and the colourful rainbow
I am a lucky man
I can freeze my pain if I feel that way!

And I have my own way to go against your world
I'm able to dream mountains full of dream
And I shall have my wish that all my dreams come true
But who are you?

~Weblogeinträge und Menschen aus meinem Leben lassen sich löschen.~
Ich habe mit bestimmten Themen jetzt abgeschlossen. Ich bin in dem Punkt egoistisch. Andere sind mir jetzt egal. Wer ich war, wer ich bin und wer ich werde... weiß niemand. Es wäre toll wenn sich bestimmte Menschen nicht mehr erdreisten würden, darüber nachzudenken was gut für mich ist. Vor allem nicht solche Menschen, die selbst mehr als genug ungelöste Probleme haben.
10-03-2007 01:49 [Link] [Comments (0)]
Keine Sorge,... (Alltag, erleben, fühlen, Leben)
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...mir geht es gut.
03-28-2007 08:10 [Link] [Comments (0)]
Verloren unter Wolken (Denken, fühlen)
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Am Himmel ziehen Wolken vorbei. Am Himmel ziehen gemächlich Wolken vorüber, während in mir ein Sturm tobt: Gedanken, Gefühle, Wünsche und die Fesseln der Realität stürmen durch Kopf und Herz, bauen Türme auf und reißen sie wieder ein. In mir: ein abgeschlossenes Sytem. Der einzige Weg in das System führt über Sinneszellen; der einzige Weg hinaus über Muskeln. Nervenzellen leiten Informationen weiter und verrechnen sie als elektrische Impulse. Ein Feuerwerk, ein in sich abgeschlossener Mikrokosmos: das Wunder des individuellen Lebens. Und dennoch: Wieder nur ein kleines Fragment unter vielen, ein Tropfen im Meer, der in der Masse untergeht. Unwichtig und Ersetzbar?
Andere Menschen ziehen gemächlich durchs Leben, wie die Wolken am Himmel... Ich setze mich, gucke in das Blau über mir und mache mir über so etwas Gedanken, schreibe sie nieder. Gedanken, die mir zu wertvoll erscheinen, um sie zu verwerfen. Obwohl sie nur ein kleiner Teil des Feuerwerks eines Tropfen des Meeres sind. Obwohl ich das Gefühl habe, das keiner meiner Gedanken einzigartig oder neu ist und er auch von jedem x-beliebigen anderen Tropfen gedacht werden könnte oder schon gedacht wurde. Obwohl  diese Gedanken für die wenigen, die sie erreichen im Wesentlichen uninteressant sein dürften.
03-20-2007 19:15 [Link] [Comments (1)]
Umriss meiner derzeitigen Lebensvorstellungen (Denken, fühlen, Wünsche)
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Oft werde ich gefragt was ich denke, wofür ich lebe, was mich glücklich macht oder machen würde. Die Beantwortung dieser Frage ist so spontan nicht einfach, dennoch versuche ich mich jetzt einmal daran, meine inneren Sehnsüchte und Wünsche, meine Gedanken und Erkenntnisse niederzuschreiben.


Wahres Glück setzt sich wohl aus mehreren Faktoren zusammen. Bestmögliche Befriedigung, der biologischen, psychologischen, materiellen und gesellschaftlichen Bedürfnisse. Wobei das Streben nach Befriedigung wohl auch großteils mit zu diesem Glück gehört. Aber das ergibt sich ja schon allein daraus, dass Menschen immer mehr wollen und quasi unersättlich sind, also immer höhere und neue Bedürfnisse entwickeln. Manche Bedürfnisse werden höchstens aus trifftigen Bewegsgründen unterdrückt. (Zum Beispiel: Man verzichtet auf die Bequemlichkeiten, die die Umwelt verschmutzen oder Rohstoffe zu stark verbrauchen würden, für eine intakte Umwelt in der Zukunft, die das Fortbestehen des Ökosystems und damit der eigenen Rasse sichert.)


Liebe Partnerschaft
Ich glaube, dass sich geschlechtlich fortpflanzende Wesen genetisch so programmiert sind, dass sie sich immer einen partner suchen, dass sie sich unwohl, unkomplett und unvollkommen fühlen, wenn sie keinen Partner haben. Ich denke das sich dies einerseits durch den Fortpflanzungstrieb und andererseits durch den Selbsterhaltungstrieb rechtfertigen lässt. Sich geschlechtlich Fortpflanzende Individuen haben halt nicht die Möglichkeit sich alleine fortzupflanzen und für manche Rassen hat es sich evolutiv bewährt, dass es besser ist in Gemeinschaften zu leben. Im Großen ist das beim Menschen die ganze Gesellschaft und im kleinen das Verhältnis zwischen zwei Menschen. Und dieser Drang hin zu Lebensgemeinschaften in der Psyche sind wahrscheinlich schon genetisch manifestiert oder werden einem in den verschiedenen Prägephasen von der Gesellschaft eingetrichtert. Jedenfalls ist es so: In jedem Hollywoodstreifen und auch im realen Leben trifft man kaum auf ewig glückliche Singles. Ich kenne zumindest keine...

Und deshalb bin ich auf der Suche nach meinem Partner, um vollkommen zu werden oder zumindest das Gefühl zu haben als wäre ich es. Es ist vielleicht schwach zu denken, dass man alleine nicht glücklich wird, aber dann gebe ich eben zu, dass ich schwach bin. Dann bin ich gerne schwach. Lieber schwach als sich mit der Einsamkeit abzufinden.

Je länger meine Sehnsucht dauert, desto mehr wird meine Hoffnung strapaziert. Je öfter ich enttäuscht werde, desto mehr wird sie zerstört. Und so bröckelt all mein Hoffen so langsam... mein Lebenssinn fällt auseinander und dann stehe ich im nichts... und davor habe ich Angst. Ich bin schwach und ängstlich... aber noch habe ich  genug Hoffnung.

Ist das so schwer nachzuvollziehen?

Jetzt über das Wesen einer Partnerschaft: Am Anfang sollte wohl ideeller Weise das gewohnte hormonelle Chaos herrschen, dass sich als "verliebt sein" ausdrückt. Aber wie oft ist mir dieses Gefühl schon nach wenigen Wochen abgeflaut und jetzt frage ich mich, ob es sein kann, dass man gar nicht ewig diesen Hormonstatus aufrechterhalten kann? Dann muss eine funktionierende Partnerschaft wohl noch auf anderen Werten aufbauen? Ich persönlich halte Freundschaft und Lust für zwei sehr wichtige Faktoren... also ein gegenseitiges tieferes Verständnis und Akzeptanz und sexuelle Anziehung, die sich ja auch zu einem nicht unwesentlichen Teil auf den Körper des Partners bezieht, obwohl Sex ja bekanntlich auch eine Kopfsache sein kann. Ebenso wichtig sind gemeinsame Ziele und sich zumindest nicht vollkommen ausschließende Weltbilder und Gedankengänge.

Diese ganzen Werte wie Offenheit, Treue und Fürsorglichkeit können auch eine wichtige Rolle spielen. Ich denke für mich tun sie das. Aber wer weiß, was ich alles zu opfern bereit bin, wenn der Rest stimmt?

Dieses Bild erscheint mir jetzt gerade noch etwas trist und trauriger als ich es mir in meinen kindlichen Fantasievorstellungen noch vor ein paar Monaten ausgemalt habe, aber irgendwie erscheint mir das alles so stimmig und realistischer... nüchterner. Am Liebsten würde ich dagegen revoltieren. Vielleicht ist es ja auch anders und man kann doch auf ewig und drei Tage das Gefühl der Verliebtheit haben, wenn man denn nur den Richtigen findet. Nur weil mir das noch nicht passiert ist, heißt das ja nicht, dass es unmöglich ist, oder? Aber solange halte ich an dem oben Geschriebenem fest. Es verbietet das Gefühl des verliebtseins ja nicht...!


Weitere Dinge die zu meinem Persönlichen Glück gehören sind ein erfülltes Arbeitsleben, Perspektiven für die Zukunft, das Gefühl zumindest akzeptiert zu werden oder gar bedeutend zu sein und natürlich das passende Haus und die Tiere (evtl. sogar Kinder?) zu dem hier beschriebenem Partner... *g*

Aber dazu schreibe ich in meinem nächsten Weblogeintrag... auch wenn den hier niemand lesen oder gar kommentieren wird? Ich bin zu jeder Diskussion bereit und lass mich auch gerne eines besseren belehren... meine Meinungen sind nicht starr!


CU,
Miguel
01-27-2007 04:18 [Link] [Comments (4)]
Still (fühlen, Hören, Liedtext)
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Die Flammen waren von weitem nicht zu sehen, doch es brannte in der Mitte meines Herzens. Dann kam der Abgrund, den ich nie erwartet hatte. Wie oft habe ich versucht, es zu verstehen? Es gelang mir bis heute nicht, doch mein Herz erlaubt mir noch immer nicht Dich einfach loszulassen.
Ich habe viel zu lang gewartet, mich viel zu oft verletzt, ich habe viel zu viel vertraut und nun wird nichts mehr sein wie es war: Es ist still, aus der tiefe meines Herzens bis zum Rand der Welt. So still: Meine Träume sind auch verstummt. Es gibt einfach nichts mehr auf das ich noch hören könnte. Nichts mehr, weil mein Herz nicht mehr schlägt.
Für alles gab es stets eine Erklärung. Lügen hatten niemals Platz in mir... und in Dir? Wie oft habe ich versucht, es zu verstehen? Gelang es mir irgendwann oder blieb die Wahrheit versunken in Dir?
Ich habe viel zu lang gewartet, mich viel zu oft verletzt, ich habe viel zu viel vertraut und nun wird nichts mehr sein, wie es war...

(in Anlehnung an "Still" von Zeraphine)
12-18-2006 09:07 [Link] [Comments (1)]
Das stumme Herz (Denken, fühlen, Wünsche)
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Ich versuch ab heute meine Einsamkeit zu akzeptieren. Ich bin noch Jung, ich brauche mich nicht wegen einer fehlenden Beziehung unter Druck zu setzen. Entweder der Richtige kommt oder er kommt nicht. Für den Fall bin ich bereit, aber ich warte nicht mehr darauf.

Es wäre zwar schön, wenn ich bald nicht mehr so einsam wäre, aber ich werde aufhören zu suchen und mich ab jetzt in Geduld üben, bis mir jemand über den Weg läuft, der es Wert ist, dass ich etwas für ihn empfinde.

Mein Herz soll stumm bleiben.
11-16-2006 18:28 [Link] [Comments (1)]
Madsen - Vielleicht (fühlen, Hören, Liedtext)
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Jetzt bin ich wieder hier
frag mich was ist passiert
stell mit bedauern fest
das alles unverändert ist
nicht gut und nicht schlecht
möchte am liebsten hier weg
irgendetwas hält mich fest
und ich will dass es mich loslässt

Vielleicht ist das der Anfang
Vielleicht ist das das Ende
doch es gibt nichts schlimmeres als ungewiss zu sein

Vielleicht ist das der Anfang
Vielleicht ist das das Ende
doch es gibt nichts schlimmeres als allein zu sein

Durch welche Tür soll ich jetzt gehn'
oder bleib' ich zwischen ihnen stehn'
bin ich gebunden ans System
oder will ich neue Dinge sehn'

Stand immer fest auf zwei Beinen
ging niemals Risiken ein
jetzt stehst du neben mir
doch du bleibst nicht lange hier

Vielleicht ist das der Anfang
Vielleicht ist das das Ende
doch es gibt nichts schlimmeres als ungewiss zu sein

Vielleicht ist das der Anfang
Vielleicht ist das das Ende
doch es gibt nichts schlimmeres als allein zu sein

Vielleicht ist das der Anfang
Vielleicht ist das das Ende
doch es gibt nichts schlimmeres als ungewiss zu sein

Vielleicht ist das der Anfang
Vielleicht ist das das Ende
doch es gibt nichts schlimmeres als allein zu sein
...als allein zu sein...als allein zu sein
11-12-2006 01:53 [Link] [Comments (1)]
Wie kann es sein... (fühlen, Zweifel)
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...dass das Glück sich ins Gegenteil kehrt?

Ich kann dieses Auf und Ab in meinem Leben langsam nicht mehr ertragen. Immer wenn es wieder besser wird (wie jetzt) mach ich mich schon auf den nächsten Sturz gefasst und kann mich so gar nicht richtig darüber freuen, dass es doch eigentlich Berg auf geht.

Mir ist alles irgendwie viel zu anstrengend und dennoch versuche ich meinen Geist durch körperliche Beschäftigungen abzulenken. Wie lang dauerts noch bis zum nächsten Zusammenbruch?

Ciao,
Miguel
11-08-2006 19:47 [Link] [Comments (0)]
Blah... (Denken, fühlen, Leben, Zweifel)
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Ich weiß nicht wer ich bin, wo ich hingehöre oder was ich will. Nicht dass ich unter Amnesie leiden würde, aber ich bin mir zu gewohnt als dass ich mir ständig Gedanken über mich machen würde. Für mich bin ich einfach nur ich. Ich mache was mir gerade in den Sinn kommt oder was ich machen muss. Wie es zu den Sachen kommt, die mir in den Sinn kommen weiß ich nicht und das wird für außenstehende noch unnachvollziehbarer sein als für mich.
Ich stehe jeden morgen mit mir auf, verbringe den ganzen Tag mit mir und gehe jeden Abend in mein Bett - mit mir. Aber bin ich mir deshalb treu? Vieles was ich in der Zeit, die ich mit mir habe, mache schadet mir. Woher wissen andere Menschen was sie wollen, woher bekommen sie ihre Interessen und - was mir das größte Rätsel ist - wie finden sie ein Ziel, dass es wert ist dafür gegen den Alltag zu kämpfen?

Ich denke die meisten Menschen haben irgendwelche Ziele auf die sie zuarbeiten können, durch die ihr Alltag einen Sinn ergibt. Es gefällt ihnen zwar nicht immer was sie machen müssen, aber sie können sich sagen: "Das muss ich jetzt tun, damit ich meine Ziele erreiche." Bei mir ist das schon seit langer Zeit - seit meiner Geburt? - anders: Ich mache Dinge meist nur, weil ich nichts Besseres zu tun habe und nicht vor Langeweile umkommen will. Klar tauchen in meinen Freizeitbeschäftigungen immer wieder die gleichen Dinge auf, die man als Hobby bezeichnen könnte: Zeichnen, Schreiben, Lesen, Sport, Party. Aber ich könnte auf alles verzichten, wenn ich müsste. Ich fühle mich zu nichts berufen und zu nichts verpflichtet.

Viele Dinge - wie Lernen oder Zivildienst - tat und tue ich nur pflichtgemäß, um Stress zu vermeiden. dennoch erscheint mir Stressvermeidung auch kein würdiges Lebensziel.
11-04-2006 16:13 [Link] [Comments (0)]
Herz sucht Kamin, um nicht zu erfrieren. (Denken, fühlen, Hoffen)
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Ich kann nicht mehr weinen. Mein Herz ist zu kalt und hart geworden. Und es ist momentan niemand da, der in der Lage wäre es zu wärmen und zu erweichen. Klar kann diese Kälte nur vorübergehend sein und wenn eines Tages die richtigen Zauberworte über es gesprochen werden, kann es wieder aufblühen. Aber dieser Zustand kann nicht ewig anhalten, ohne dass mein Herz zu großen Schaden an der Einsamkeit nimmt.
Deshalb frage ich mich, warum ich solche Gedichte schreibe. Ist die Hoffnung in mir denn noch nicht tot nach all den Rückschlägen? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Was nützt einem die Hoffnung, wenn eines Tages der Richtige in mein Leben tritt und er dann auf ein erfrorenes Herz trifft, welches ihm nicht mehr das geben kann, was er als Richtiger verdienen würde?

P.S.: Gedichte sind unter "Fanfic" nachzulesen...
11-03-2006 19:49 [Link] [Comments (0)]
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