Bildung: Der Lehrstoff ist echt interessant und ich komme besser mit allem zurecht als ich befürchtet hatte. Die bisherigen Professoren waren bisher alle ganz locker drauf. Der nächste, der den Teil über pflanzliche Zellbiologie macht, soll etwas strenger sein. Mal schauen.
Wohnen: Meine Wohngegend ist echt schön, keine Asozialen auf den Straßen, es wirkt sehr vorortlich, aber man ist in 8 Minuten am Unigelände und in 15 Minuten im Stadtzentrum mit dem Bus. Meine Mitbewohnerin ist wirklich sehr tolerant und offen. Ich versteh mich sehr gut mit ihr, wenn wir uns denn mal sehen. Denn wir hängen uns nicht ständig auf der Pelle, meist ist sie länger weg oder ich. Aber wenn wir uns sehen, können wir uns auch gut unterhalten.
Freundschaften: Viele in meinem Studiengang sind sehr nett und haben das gleiche Gesprächsniveau wie ich. Außerdem hat man ja das gleiche Interesse an der Biologie, von daher ist es nicht sehr schwer Gesprächsthemen zu finden und Bekanntschaften zu schließen. Dann gibt es noch das Schwulenreferat, welches es Schwulen einfacher macht sich zu integrieren und auch viele Bekanntschaften ermöglicht. Einer aus meinem Studiengang ist sogar schwul und mit dem versteh ich mich bisher am besten, gibt halt viele Gemeinsamkeiten und man findet immer was zum Reden. Dann treffe ich mich noch ab und zu mit Leuten von Animexx *Emo-Knut knuff* (tut mir leid, kleiner...) oder Gayromeo - und da sind nicht alle nur auf das Eine aus. Zumindest ich nicht.
Auch der Kontakt zu meinen alten Freunden leidet bisher nicht wirklich darunter, dass ich jetzt weiter weg wohne. Immerhin gibt es soetwas wie Telefon und Telefon-Flat sei dank, kann ich an allen Geschichten deren Leben teilhaben.
Beziehung: Brauche ich momentan nicht, aber ich hätte nichts dagegen, wenn sich eine solche ergeben würde. Wenn ich zufällig meinen Traum
mann kennenlerne, würde ich ihn nicht davonjagen, aber meine Ansprüche sind da in letzter Zeit sehr hoch geworden und ich würde nichts überstürzen. Man(n) müsste sich erstmal über einen längeren Zeitraum hinweg "beweisen"... Nicht das ich mich als über allem stehenden Prüfer sehen würde, das wäre arrogant. Er muss ja auch beweisen, dass ich wirklich interessant genug für ihn bin, für etwas ernsthaftes und nicht diese
kindischen Sachen, die ich bis jetzt als "Beziehungen" hatte.
Sonstiges: Für alle, die es immer noch nicht begriffen haben: Das Thema ist für mich abgeschlossen und ich habe nichts mehr damit zu tun. Ihr könnt tun und lassen was ihr wollt, aber lasst mich allesamt in ruhe. Für immer. Ich bin weder euer Erzieher, noch euer Therapeut. Wenn ihr nicht klar kommt, dann wendet euch doch bitte an professionelle Helfer. Als kleiner Denkanstoß:
http://www.dbna.de/lieben/verliebtsein/071021-beziehungsende.php
Fazit: Mein Leben ist schön und die Leute, die mir wichtig sind, sind auch alle glücklich oder auf dem Weg dorthin [hoffe ich].
Grüße,
Miguel