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Der Fall "Atlantis" (Vorsicht: S P O I L E R ) Animexx

Autor:  cato

Am 29. August 2001 hatte die Micky Maus in Deutschland ihren 50. Geburtstag. Auch wenn wohl die Schnittmenge der Manga- und Micky-Maus-Leser verschwindend gering sein dürfte, sollte dieses Jubiläum an dieser Stelle gewürdigt werden, denn ob man nun die Geschichten um die Maus und die Ducks mag oder nicht, man muss dem Magazin eines zugestehen: es hat den deutschen Comicmarkt geprägt wie kein anderes, hat dem Comic als solchem einen Großteil des negativen Images genommen und war so Wegbereiter vieler anspruchsvoller Comics wie beispielsweise "Asterix". Im Folgenden sollen daher die wichtigsten und interessantesten Abschnitte des Erfolges des Hefts in Deutschland dargestellt werden...

1951 war das Jahr, in dem alles begann. Um das Micky Maus Heft in Deutschland herausbringen zu können, wurde am 25. Juni der Egmont Ehapa Verlag gegründet, anfangs mit nur vier Personen, darunter Verlagsleiter Adolf Kabatek, der später um seiner Verdienste um die Comic-Kultur mit dem Bundesverdienstkreuz geehrt wurde, und Dr. Erika Fuchs, deren literarisch wertvollen Übersetzungen aus dem Amerikanischen inzwischen längst Kultstatus genießen. 

Die Vorbereitungen für das erste Heft, das am 29. August erschien (16 Monate vor der Ausstrahlung der ersten Tagesschau) und Dank des damals verhältnismäßig hohen Preises von 75 Pf. das erste deutsche Magazin komplett in Farbe war, begannen, eine für damalige Verhältnisse rießige Werbekampagne startete. Trotzdem hatte die Micky Maus einen schweren Start: von den 300.000 Exemplaren der Erstausgabe verkauften sich weniger als die Hälfte. Doch schnell etablierte sie sich und schon im Dezember 1951 erschien die erste Sonderausgabe, 1956 wurde von monatlicher auf 14tätige Erscheinungsweise umgestellt, 1957 auf wöchentliche. Es entwickelten sich zahlreiche Ableger wie beispielsweise das Lustige Taschenbuch. Über die nächsten Jahrzehnte hinweg wurde das Magazin deutlich ausgebaut, bekam Extras, wurde im Zuge der allgemeinen Inflation teurer, 1980 überstieg die Auflage die 500.000er-Grenze. Für Furore sorgte '86 ein Entenhausener Wahlplakat mit der Aufschrift "Damit alles ganz anders wird: Dr. Hc. K. Hohl", ein paar Wochen später machte man sich mit einem Modern-Talking-Poster wenig Freunde. 

Einen großen Boom gab es, nicht zuletzt Dank der deutschen Wiedervereinigung, Anfang der 90er-Jahre: 1991 übersteigt die Druckauflage eine Million und wächst weiter bis 1998. In den letzten Jahren ist die Auflage deutlich eingebrochen, auf eine Auflage von 500.000 Ende 2000, was insbesondere auf die Konkurrenz durch die Neuen Medien sowie Trendthemen wie Pokémon oder Harry Potter zurückgeführt wird. 

Bemerkenswert ist übrigens auch die Serie "Mickyvision", die als Forum für viele francobelgische Reihen diente - 1967 debütierte beispielsweise Asterix darin, bevor Ehapa 1968 die ersten Asterix-Hardcoverbände veröffentlichte. Gerade in den 70er-Jahren baute der ja eigens für das Micky-Maus-Heft gegründete Verlag deutlich aus, Serien wie "Luckey Luke", "Isnogud" oder "Hägar" werden ins Programm aufgenommen. 1989 wird der Rainer-Feest-Verlag übernommen und das Buchhandels-Geschäft ausgebaut. Anfang 2001 zieht der Verlag erstmals groß um: von Leinfelden-Echterdingen nach Berlin (tatsächlich fand zwar schon am Ende der 60er-Jahre ein Umzug von Stuttgart nach Leinfelden-Echterdingen statt, aber die Entfernung beträgt nur wenige Kilometer), schon in der zweiten Hälfte 2000 wurde ein in den letzten Jahren rapide gewachsenes Geschäftsfeld des Verlages verselbstständigt: Egmont Manga & Anime GmbH. 

Es sollte auch noch erwähnt werden, dass es zumindest in Deutschland auch ein Entenhausener Pendant zum "Otaku" gibt: die "Donaldisten" und den zugehörigen Verein D.O.N.A.L.D. ("Deutsche Organisation nichtkommerzieller Anhänger des lauteren Donaldismus"), zu Hause unter http://www.donald.org, der sich die "Pflege, Förderung und Verbreitung donaldistischen Sinngutes" zum Ziel gesetzt hat, das dreimonatlich erscheinende Heft "Der Donaldist" publiziert und durch die Beschäftigung mit Fragen beispielsweise nach der Zirkulaton der Atmosphäre, der Bauweise, Justiz, Diplomatie und Militär in Entenhausen beweist, dass unsere Evangelion-Fans kein Einzelfall sind. 

Interview mit Anime Virtual

Autor:  cato

Bis vor kurzem dürfte die deutsch-schweizer Firma Anime Virtual nur den wenigsten etwas gesagt haben. Auch wenn die ersten beiden Tapes von Fencer of Minerva schon länger im Handel erhältlich waren, hat sich das erst durch das Veröffentlichen von Iria und El Hazard, besonders aber durch die Ankündigung, Utena und Please Save My Earth zu bringen geändert. Dennoch wissen viele nicht, wer hinter dem Newcomer eigentlich steht und was die Firma von anderen unterscheidet.
Da Anime Virtual aber neben dem natürlichen Hauptziel eines Videoproduzenten, möglichst viele Videos zu verkaufen, offensichtlich eine sehr Fan-nahe Politik betreibt, wurde auf dem monatlichen Münchner Animexx-Treffen am 24. Februar, an dem auch Marco, Nico und Cécile, quasi die drei "Obermacker" bei AnimeVirtual teilnahmen die Gelegenheit ergriffen, sie gemeinsam mit der Neo-A.M.I. in einem ausführlichen Interview einmal besser kennenzulernen.